Bis vor einigen Jahren standen der Polizei nur aufwendige Recherchen und noch aufwendigere Suchaktionen bei der Suche nach vermissten Personen zur Verfügung. Die klassisch ausgebildeten Polizeihunde konnten bei dieser Aufgabe nur selten helfen. Seit rund zehn Jahren aber kann auf ein weiteres sehr effizientes Mittel zurückgegriffen werden, den Mantrailer oder auch Personensuchhund genannt.
Welche Möglichkeiten bietet ein gut ausgebildetes Personensuch-Team?
Es kann bei der Suche nach vermissten und gesuchten Personen in jedem Gelände auch noch nach vielen Stunden oder Tagen, je nach Wetterbedingungen auch nach Wochen und Monaten eingesetzt werden.
Die Voraussetzungen sind:
Abgangsort bekannt, ein möglichst nicht kontaminierter Gegenstand (Kleidung, Pflegemittel, Körperflüssigkeiten usw.), der mit der gesuchten Person in Kontakt war. Der Personensuchhund kann Personen folgen, welche zu Fuß, mit einem Fahrrad, Pferd oder Streckenweise auch mit einem Auto (Cartrail) weg sind.
Einsatzmöglichkeiten
Kinder, Alzheimer-Patienten, Verkehrsunfälle mit vermissten Personen, depressive suizidale Personen, vermisste ältere Personen, Spaziergänger, Wanderer, Jugendliche, Einbruch, Diebstahl, Überfall, Brandstiftung, Vergewaltigung, Mord u.v.a.
Was kann er nicht?
Er arbeitet nicht immer exakt auf der gelaufenen Fährte, sondern bis zu Hundert Meter nebenher, d. h. keine exakte Rekonstruktion des Weges.
Schlusswort
Der Personensuchhund ist ein wertvolles Hilfsmittel bei der Suche nach vermissten und gesuchten Personen. Er sollte allerdings immer ergänzend zu und nicht anstelle von weiteren Mitteln eingesetzt werden. Auch diese Hunde, und ihre Hundeführer machen Fehler, oder die Situation ist so, dass ein Erfolg unmöglich ist.
Die wichtigsten Voraussetzungen für die erfolgreiche Arbeit mit dem Personensuchhund sind eine seriöse Ausbildung, welche sich über Jahre erstreckt, und eine regelmäßige Überprüfung seiner Fähigkeiten.


